Gemeinsam auf unserer Bühne: Kooperation mit „Unblanché"
17. Apr 2026Im Jahr ihres 75-jährigen Bestehens blickt die Staatliche Ballettschule Berlin auf eine langjährig gewachsene Verbindung nach Japan zurück. Seit vielen Jahren werden an unserer Schule japanische Schülerinnen und Schüler ausgebildet, die diesen künstlerischen Austausch lebendig mittragen.
Abschlussbild aller Mitwirkenden und Unterstützenden beim Unblanché-Abend am 17.04.2026,
Foto: Archiv der Staatlichen Ballett- und Artistikschule/Eileen Meyer
Darüber hinaus ist in den vergangenen zwei Jahren eine unserer jüngsten Kooperationen entstanden: die Zusammenarbeit mit Unblanché in Tokio (künstlerische Leitung: Rainer Krenstetter; Geschäftsführung: Hana Kosaki), die wir seither gemeinsam gestalten und weiterentwickeln.
Auf Seiten der Staatlichen Ballettschule Berlin wird diese Zusammenarbeit getragen und begleitet durch den Schulleiter Ulrich Giessel sowie Doreen Windolf.
Am Freitag, den 17. April 2026, fand im Theatersaal der Staatlichen Ballettschule Berlin eine weitere gemeinsame Veranstaltung statt. In Anwesenheit des Botschaftssekretärs der Japanischen Botschaft, Taketsugu Ishihara sowie Mirko Salchow, Leiter der Abteilung Schulische Berufliche Bildung, zentralverwaltete Schulen sowie europäische und internationale Angelegenheiten in der Senatsverwaltung, wurde sichtbar, wie lebendig und intensiv sich diese Zusammenarbeit entwickelt hat.
Insgesamt 19 junge Tänzerinnen aus Japan waren in dieser Woche bei uns zu Gast. Sie nahmen am Unterricht teil, arbeiteten mit unseren Schülerinnen und wurden Teil unseres Schulalltags – im Training, in den Proben und in den Begegnungen darüber hinaus.
Den Höhepunkt bildete die gemeinsame Vorstellung im Theatersaal: Bereits zum dritten Mal präsentierten unsere Schülerinnen und die Tänzerinnen von Unblanché ein gemeinsames Programm vor vollem Haus. Auf der Bühne zeigten beide Seiten Ausschnitte aus ihrer jeweiligen künstlerischen Arbeit – und standen zugleich auch gemeinsam im Tanz.
Gerade diese Momente machten den Kern der Zusammenarbeit sichtbar: nicht nur nebeneinander zu arbeiten, sondern miteinander. So wurde erfahrbar, wie intensiv und lebendig diese Verbindung inzwischen ist – getragen von gegenseitigem Respekt, Offenheit und einem wachsenden künstlerischen Verständnis füreinander. Diese Kooperation ist zu einem festen Bestandteil unserer Arbeit geworden und zeigt, welche Kraft in einem kontinuierlich gewachsenen Austausch liegt.
VON DOREEN WINDOLF